Drohnen Veranstaltungskalender 2020

Hier finden Sie verscheidene Veranstaltungen rund um das Thema Drohne im Jahr 2020

In unserem Veranstaltungskalender 2020 finden Sie zahlreiche Drohnen Messen, Veranstaltungen, FPV-Events und Seminare in Deutschland auf einen Blick

Sie möchten sich im kommenden Jahr über die geplanten Messen und Veranstaltungen rund um das Thema Drohne informieren? Dann schauen Sie einfach in unseren Veranstaltungskalender. Die nachfolgende Übersicht gibt sowohl ambitionierten Hobbypiloten als auch Kopter-Profis einen schnellen Überblick darüber, wo und wann im kommenden Jahr Messen und Events zum Thema Drohne in Deutschland stattfinden.

Januar

14.-16.01.2020
Perimeter Protection
Ort: Nürnberg
Thema: Drohnendetektion und Drohnenabwehr
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16.-17.01.2020
RotorDrone Forum
Ort: Hubschrauberzentrum Bückeburg
Thema: Urban Air Mobility – Das Verkehrskonzept der Zukunft für unsere Städte?
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29.01.- 02.02.2020
Spielwarenmesse
Ort: Nürnberg
Thema: Weltweit größte Fachmesse für Spielwaren
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Februar

07.-09.02.2020
Modell Leben 2020 – Die Thüringer Modellbaumesse
Ort: Messe Erfurt
Thema: FPV-Racer Thürinmgen/Drone Championship 2020
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19.-21.02.2020
Landwirtschaftsmesse Ostfriesland 2020
Ort: Mehrzweckgelände Tannenhausen in Aurich
Thema: Neueste Entwicklungen rund um Drohnen und autonome Roboter
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März

04.-05.03.2020
U.T.SEC 2020 – Summit for Drones, Unmanned Technologies & Security
Ort: Messezentrum Nürnberg
Thema: Sicherheit durch und vor unbemannten Technologien
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14.-15.03.2020
Rotor live 2020
Ort: Galopprennbahn Iffezheim bei Baden Baden
Thema: Verkaufs- und Präsentationsmesse rund um Modellhelikopter und Multikopter
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21.-22.03.2020
Hallen Air Race
Ort: Worms
Thema: Drone Championship 2020
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April

01-02.04.2020
AERO
Ort: Messe Friedrichshafen
Thema: Aero-Sonderveranstaltung: Drohnen im BOS-Einsatz
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20.-24.04.2020
Hannover Messe – Industriemesse mit weltweiter Bedeutung
Ort: Hannover Messegelände
Thema: Drohnen Arena / 800qm in Halle 3. Einsatz autonomer Flugroboter für den innerbetrieblichen Warentransport.
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23.-26.04.2020
Intermodellbau
Ort: Messe Dortmund
Thema: Drone Championship 2020
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Mai

01.-03.05.2020
Pro Wing International
Ort: Soest – Bad Sassendorf
Thema: Internationale Messe für Flugmodellbau
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16.05.2020
Filmen & Fotografieren aus der Vogelperspektive
Ort: Hoyer-Consult, 78052 Villingen-Schwenningen
Lust am Fliegen – Drohnen Workshop
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15.-17.05.2020
FPV Lions
Ort: Diepholz
Thema: Drone Championship 2020
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26.-27.05.2020
Drone Berlin
Ort: Berlin
Thema: Lösungen und Anwendungen in der Drohnentechnologie
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27.-30.05.2020
Photokina
Ort: Köln
Thema: Innovationen und Neuigkeiten rund um die Fotografie – auch aus der Luft
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29.-31.05.2020
FPV Racer München
Ort: Raum München
Thema: Drone Championship 2020
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Juni

06.-07.06.2020
DMFV Drone Racing Series Multi GP
Ort: Salzwedel
Thema: Drone Racing
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11.-14.06.2020
German Drone Festival
Ort: Flugplatz Nördlingen
Thema: FPV Race
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20.-21.06.2020
DMFV DRS MultiGP
Ort: Hannover
Thema: Drone Race
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23.-25.06.2020
Drohne und Multikopter sicher fliegen
Ort: Nürnberg, ARD.ZDF medienakademie
Workshop: Alle, die für Fernsehen, Radio und Online gewerbliche Luftbildaufnahmen mit Multikoptern produzieren wollen
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26.-28.06.2020
Hotzenplotz Race
Ort: Sportpark SC04 Schwabach
Thema: Drone Championship
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Juli

18.-19.07.2020
DMFV DRS Multi GP
Ort: Breisgau
Thema: Drone Racing Series
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24.-26.07.2020
Air Race
Ort: Worms
Thema: Drone Championship
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August

14.-16.08.2020
FPV Air Monkeys
Ort: Osnabrück
Thema: Drone Championship
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September

05.-06.09.2020
DMFV DRS MultiGP
Ort: Bad Langensalza
Thema: Drone Racing Series
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18.-20.09.2020
Aircrasher Race
Ort: Stettfeld
Thema: Drone Championship
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Oktober

13.-15.10.2020
Intergeo
Ort: Berlin
Thema: Internationale Leitmesse für Geodäsie / Kommerzielle Einsatzvielfalt von Drohnen
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13.-15.10.2020
Interaerial-Solutions
Ort: Berlin
Thema: Internationale Drohnenmesse für professionell eingesetzte Drohnen, Wichtigster Branchentreff in Europa
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26.10.2020
Fachvortrag
Ort: Haus der Wissenschaft in Braunschweig
Thema: Drohnen im Bevölkerungsschutz – Neue Konzepte der Malteser
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30.10.-01.11.2020
Faszination Modellbau
Ort: Friedrichshafen
Thema: Deutschlands besucherstärkste Publikumsmesse für Modellbau,
Modelleisenbahn, kreatives Gestalten und Spiel. Finale Drone Championship 2020.
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November

30.11.2020
Fachvortrag
Ort: Haus der Wissenschaft in Braunschweig
Thema: Automatischer Luftfrachttransport in niedrigen Flughöhen –
Konzepte für preiswerten Gütertransport mit Drohnen
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Dezember

Erst richtig versichern – dann unbesorgt abheben!

Wer eine Drohne im öffentlichen Luftraum betreibt, der sollte seinen Kopter bestmöglich versichern – vor dem ersten Start!

Startklar für einen unbeschwerten Drohnenflug

Im privaten wie auch im gewerblichen Bereich gewinnen Drohnen immer mehr an Bedeutung.  So schnell und einfach eine Drohne auch zu bedienen ist, so kostspielig kann es werden, wenn durch das Fluggerät Dritte geschädigt werden.

Wer in Deutschland einen Kopter im öffentlichen Luftraum betreibt, der braucht eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung, gemäß §43, Abs. 2 Luftverkehrsgesetz (LuftVG). Und wer der Meinung ist, dass eine Drohne automatisch über die private Haftpflichtversicherung abgesichert ist, der irrt. Denn bei den meisten Versicherern ist das Luftfahrtrisiko in der privaten Haftpflichtversicherung generell ausgeschlossen. Das würde bedeuten, dass der Drohnenhalter seinen Kopter ohne Haftpflichtversicherungsschutz betreibt, damit gegen das Luftverkehrsgesetz verstößt und im Schadenfall mit seinem gesamten Privatvermögen für den verursachten Schaden haften muss.

Lassen Sie es nicht so weit kommen. Sichern Sie sich vor Schadenersatzansprüchen Dritter bestmöglich ab, bevor es, verschuldet oder unverschuldet, zu einem kostspieligen Personen- oder Sachschaden kommt.

Die nachfolgende Infografik zeigt Ihnen, wie schnell und einfach Sie eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung über drohnen-versicherung.com abschließen können, die alle aktuellen Anforderungen nach dem deutschen Luftverkehrsgesetz erfüllt und bereits ab 68 Euro Jahresbeitrag erhältlich ist.

Infografik Drohnenversicherung (last)

Wichtiger Tipp für private Drohnenpiloten!

Vor dem ersten Start unbedingt Drohnen-Haftpflichtversicherung abschließen

Der Herbst steht vor der Tür und das beginnende Weihnachtsgeschäft ist nicht mehr allzu fern. Dann lockt der Elektro-Einzelhandel wieder mit attraktiven Angeboten zum bevorstehenden Fest. Auch der Drohnenhersteller DJI wird erfahrungsgemäß in der Winter- und Weihnachtszeit wieder mit attraktiven Angeboten aufwarten. Das größte Schnäppchen-Event des Jahres für Onlineshopper, der Black Friday, findet in diesem Jahr am 29.11.2019 statt. Diesen Termin sollte man sich heute bereits in seinem Kalender eintragen. Eine interessante Zeit für diejenigen, die sich in diesem Jahr eine Drohne wünschen oder verschenken möchten. Was Sie neben dem Kauf der Drohne unbedingt beachten sollten, lesen Sie hier:

Drohnen erfreuen sich großer Beliebtheit

Die Begeisterung für Drohnen bei privaten Nutzern ist ungebrochen. Warum?  Sie sind klein, wendig, leicht zu fliegen, machen Spaß und können aus der Vogelperspektive fotografieren und filmen. Es gibt inzwischen viele unterschiedliche Modelle zu erschwinglichen Preisen.  DIE Geschenkidee zum Fest. Zirka eine halbe Million Drohnenbesitzer soll es nach Schätzung der deutschen Flugsicherung (DFS) in Deutschland geben; und es werden jedes Jahr mehr.

Drohnen unterliegen der Versicherungspflicht!

Wer sich ein unbemanntes Fluggerät kauft oder zum bevorstehenden Weihnachtsfest verschenkten möchte, ist oft nicht darüber informiert, dass das Fluggerät der gesetzlichen Versicherungspflicht (§43 Luftverkehrsgesetz) unterliegt. Nicht jeder Händler klärt den Kunden beim Kauf einer Drohne über die bestehende Versicherungspflicht auf – obwohl das zur Kaufberatung dazugehört!

Das Unfallrisiko mit Drohnen wird zumeist unterschätzt

Ich benötige keine Versicherung. Was soll denn schon passieren?“ ist die hinreichende Meinung vieler angehender Kopterpiloten. Doch der Gebrauch der unbemannten Fluggeräte ist nicht ungefährlich. Ein Absturz kann im schlimmsten Fall erhebliche Sach- oder Personenschäden verursachen, denn ein Kopter wiegt in der Regel eins bis zwei Kilogramm und kann, je nach Modell, auch noch schwerer sein. Ein Drohnenunfall kann verheerende Folgen haben. Richtig teuer wird es für einen nicht versicherten Piloten, wenn durch die Drohne Personenschäden in Verbindung mit Pflegekosten oder Rentenansprüchen entstehen. Und, realistische Unfallszenarien gibt es viele: Der Absturz des Kopters aus großer Höhe aufgrund einer Funkunterbrechung, einer defekten Batterie, einer Windböe oder der Kopter wird Ziel eines Vogelangriffs. Im Schadenfall ist immer der Drohnenhalter in der Haftung, bei einem verschuldeten als auch bei einem unverschuldeten Ereignis.

Drohnenpilot hat Versicherungspflicht nachzuweisen

Wer in Deutschland eine Drohne im öffentlichen Luftraum betreibt, der muss den Versicherungsschutz seines Kopters gegenüber den Behörden oder der Polizei nachweisen können. Deshalb ist die Versicherungsbestätigung beim Betrieb des Kopters stets mitzuführen. Kann der Versicherungsnachweis vor Ort nicht erbracht werden, droht ein Bußgeld.

Versicherungsschutz über Haftpflichtversicherer feststellen

Viele angehende Hobbypiloten sind der Auffassung, dass die private Haftpflichtversicherung für Schäden, die durch den Kopter verursacht wurden, automatisch aufkommt!  Das ist so nicht richtig! Ein Blick in die Versicherungsunterlagen oder ein Anruf beim Haftpflichtversicherer kann Klarheit schaffen! Speziell in alten PHV-Verträgen sind Drohnen nicht mitversichert, da das Thema Drohne in früheren Zeiten überhaupt nicht aktuell war. Deshalb ist es ratsam, im Vorfeld mit dem Haftpflichtversicherer abzuklären, ob für das gekaufte Drohnenmodell überhaupt Versicherungsschutz besteht.

Vor dem ersten Start offene Fragen abklären

Mit Ihrem Haftpflichtversicherer sollten Sie nachfolgende Fragen zur Drohnenversicherung im Vorfeld besprechen:

  • Wie hoch ist die Deckungssumme?
  • Wer ist außer dem Piloten mitversichert?
  • Besteht auch im Ausland Versicherungsschutz?
  • Bis zu welchem Abfluggewicht ist die Drohne versichert?
  • Kann eine zweite Drohne problemlos mitversichert werden?
  • Sind auch unverschuldete Unfallursachen (z.B.: eine Windböe) abgesichert?
  • Was ist nicht versichert?
  • Wie hoch ist die Selbstbeteiligung?
  • Erhalten Sie eine Versicherungsbestätigung für Ihren Kopter – kostenlos?
  • Erfüllt der Versicherungsschutz die aktuellen Anforderungen nach dem deutschen Luftverkehrsgesetz (LuftVG)?

Direkt richtig entscheiden

Sie möchten Ihre privaten Drohnenflüge ohne wenn und aber optimal absichern? Dann entscheiden Sie sich am besten gleich für eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung. Sie bietet Ihnen optimalen Versicherungsschutz und erfüllt alle aktuellen Anforderungen des Deutschen Luftverkehrsgesetzes.

Fliegen Sie nie ohne ausreichenden Versicherungsschutz!

Wer seine Drohne nicht versichert hat, der haftet im Schadenfall mit seinem gesamten Privatvermögen, für den mit dem Kopter verursachen Personen- oder Sachschaden. Deshalb sollten Sie nicht länger überlegen und vor dem ersten Start eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung abschließen. Diese erhalten Sie bereits ab 68 Euro im Jahr. Die Antragstellung erfolgt online und dauert nicht länger als 3 Minuten. Nähere Informationen dazu und alles, was Sie über die gesetzlichen Regelungen wissen müssen, finden Sie auf www.drohnen-versicherung.com.

 

 

 

 

 

Flugverbot! Keine Drohnen über dem Münchener Oktoberfest

Striktes Drohnenflugverbot während dem größten Volksfest der Welt. Zuwiderhandlungen werden hart bestraft.

Am 21. September 2019 startet wieder die Oktoberfest-Saison in München. Das größte Volksfest der Welt findet zum 186. Mal statt und dauert bis zum 06. Oktober. Über sechs Millionen Besucher aus aller Welt werden erwartet. Da ist es sicherlich besonders reizvoll, das Panorama des Festplatzes mit einer Drohne aus der Luft zu filmen oder zu fotografieren. Doch Vorsicht! Das ist aus Sicherheitsgründen strengstens verboten. Die Sicherheit der Wiesen-Besucher steht für den Veranstalter an oberster Stelle.

Luftraum über dem Oktoberfestgelände gesperrt

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat kürzlich bekannt gegeben (LF17/6163.2/6 vom 09. Juli 2019), dass bis Sonntag, dem 06. Oktober 2019, täglich von 8:00 Uhr bis 01.30 Uhr des Folgetages (Ortszeit-MEZ) ein Flugbeschränkungsverbot über München besteht. Über der Theresienwiese herrscht ein absolutes Flugverbot: 5,5 Kilometer um den Sendlinger Tor-Platz darf nichts in die Luft gehen – auch keine Drohne! Flugzeuge aller Art (Hubschrauber, Drohnen, etc.) dürfen während des Oktoberfestes den Luftraum über dem Festgelände nicht nutzen und müssen Umwege in Kauf nehmen.

Die Polizei kontrolliert Luftraum

Die Münchener Polizei weist darauf hin, dass die Flugbeschränkungen während des gesamten Veranstaltungszeitraums zu beachten sind. Das Flugverbot gilt sowohl für die private als auch für die gewerbliche Nutzung von Fluggeräten. Der betroffene Luftraum wird mit Polizei-Hubschraubern streng überwacht. Allgemein bestehende Fluggenehmigungen haben in dieser Zeit keine Gültigkeit. Extra angebrachte Verbotsschilder außerhalb der Wiesen sollen die Besucher auf das Drohnenflugverbot hinweisen. Auch das Filmen oder Fotografieren mit Drohnen während des Aufbaus der Festzelte und der Fahrgeschäfte ist nicht gestattet.

Hohe Strafen bei Zuwiderhandlung nach Luftverkehrsgesetz

Bei Verstößen, auch fahrlässig, hat der Betreiber mit erheblichen Sanktionen, gemäß § 62 LuftVG, zu rechnen. „Wer als Führer eines Luftfahrzeugs den Anordnungen über Luftsperrgebiete und Gebiete mit Flugbeschränkung zuwiderhandelt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft. Wer die Tat fahrlässig begeht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu ein hundertachtzig Tagessätzen bestraft.“

Wiesn-Panorama-Fotos aus 50 m Höhe – auch ohne Drohne

Wer den Blick auf das turbulente Festgelände nicht missen möchte, der genießt die wahrscheinlich schönste Aussicht auf das Oktoberfest vom Riesenrad aus. Es gilt seit 1979 als Symbol des Volksfestes. In den 40 Gondeln können bis zu 400 Personen gleichzeitig in gut 50 Meter Höhe befördert werden. Die Fahrtzeit beträgt fast 12 Minuten und kostet pro Erwachsenen 8 Euro. Dem Fahrgast bietet sich ein außergewöhnliches Panorama. Bei Dunkelheit ist alles noch viel imposanter, wenn die zahlreichen Fahrgeschäfte, Zelte und Buden ein funkelndes und buntes Lichtermeer erzeugen. Auch vom Fuße der 18 m hohen Bavaria-Statue, direkt an der Theresienwiese, hat man einen hervorragenden Blick auf das bunte Treiben des Oktoberfestes.

Unerlaubter Drohnenflug während Fliegerbomben-Entschärfung in Köln

Unerlaubter Drohneneinsatz verzögert Bombenentschärfung im Kölner Stadtteil Ehrenfeld

Am Montagmorgen, den 02. September 2019 wurde im Köln-Ehrenfeld an der Ecke Grüner Weg/Vogelsanger Straße, im direkten Umfeld einer Burger-King Filiale, bei Sondierungsarbeiten auf einer Baustelle eine englische 5-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. 4800 Anwohner mussten in einem Radius von 300 Metern vorsorglich Wohnungen und Büroräume verlassen.

Explosives Erbe

Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Rahmen von Bauarbeiten entdeckt werden und die dazu führen, dass ganze Stadtteile evakuiert werden müssen, sind in Köln nichts Ungewöhnliches. So wie am letzten Montag, den 02. September geschehen – da lag der letzte Einsatz des Kampfmittelräumdienstes im Kölner Stadtteil Zollstock gerade mal drei Wochen zurück. Kein Wunder, denn Köln wurde im zweiten Weltkrieg über 260-mal aus der Luft angegriffen. So oft, wie kaum eine andere Stadt in Deutschland. Der Kampfmittelräumdienst fährt in der Domstadt zirka 20 Einsätze pro Jahr, um Blindgänger zu entschärfen.

Extreme Behinderungen des öffentlichen Lebens

100 Mitarbeiter des Ordnungs- und Verkehrsamtes, 25 Polizisten und Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsdiensten waren damit beschäftigt, den Bombenfundort weiträumig abzusperren. Das Bezirksrathaus Köln-Ehrenfeld wurde vorsorglich geschlossen. Regionalzüge durften am Bahnhof Ehrenfeld nicht mehr halten. Die ober- und unterirdisch fahrenden Straßenbahnen der Kölner Verkehrsbetriebe passierten die betroffenen Haltestellen ohne Halt. Der Busverkehr wurde weiträumig umgeleitet. Der Straßenverkehr staute sich auf vielen Nebenstraßen, weil die Zufahrten in den Gefahrenbereich rund um den Fundort weiträumig abgesperrt wurden.

Drohnenalarm über Bombenfundstelle

Um 18:45 Uhr sollte die Bombenentschärfung vollzogen werden, doch sie konnte nicht stattfinden. Der Grund: Ein Unbekannter hat eine Drohne unerlaubt über dem Bombenfundort der Baustelle aufsteigen lassen. Sie kreiste mehrfach über die Baustelle, auf der die Bombe gefunden wurde. Der Drohnenpilot wollte wohl einmalige Luftaufnahmen von der Bombenentschärfung aus der Vogelperspektive filmen. Doch dann wurde es dem Drohnenpiloten zu heiß und er steuerte seinen Kopter zwei Wohnblocks weiter zu Boden und machte sich aus dem Staub. Der Drohnenpilot, nachdem das Kölner Ordnungsamt sucht, konnte bisher noch nicht ausfindig gemacht werden.

Unerlaubter Drohneneinsatz in Flugverbotszonen

Drohnenflüge sind grundsätzlich über Einsatzorten von Behörden mit Sicherheitsaufgaben und über Bereichen, die von der Polizei abgesperrt worden sind, streng verboten. Zu den Flugverbotszonen gehören auch Wohngebiete. Wer sich nicht an die gesetzlichen Vorschriften hält, wie der Drohnenpilot aus Köln-Ehrenfeld, der muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Jeder verantwortungsbewusste Drohnenpilot sollte die gesetzlichen Regeln und Vorschriften des Drohnenflugs kennen und das wissen!

Aufregende Bombenentschärfung mit glücklichem Ausgang

Kurz nach 19 Uhr erteilte das Ordnungsamt der Stadt Köln den Sprengstoff-Experten dann die Freigabe zur Entschärfung, die dann auch erfolgreich verlief.

 

Effiziente Drohnen-Abwehr wird immer wichtiger!

Der Drohnernmarkt boomt – gleichfalls steigt aber auch die Gefahr der missbräuchlichen Nutzung.

Der Markt autonomer Fluggeräte boomt und die Sorge vor Drohnenangriffen wächst

Die technologische Entwicklung im Bereich der autonom betriebenen Fluggeräte schreitet immer schneller voran. Die kleinen Flugroboter werden immer leistungsfähiger und intelligenter. Die Drohnen-Hersteller streben stets nach verbesserten Produktentwicklungen in den Bereichen Flughöhe, Reichweite, Navigationspräzision, Fluggeschwindigkeit und Zuladung. Private Hobbypiloten und kommerzielle Nutzer wird das sicherlich freuen. Die rasante Entwicklung hat aber auch ihre Schattenseiten. So warnt der Sicherheitskommissar der Europäischen Union, Julian King, eindringlich vor der Gefahr, dass Drohnen für kriminelle und terroristische Zwecke missbraucht werden könnten. Die unbemannten Fluggeräte würden immer leistungsfähiger und intelligenter und somit ein sehr interessantes Einsatzmittel für terroristische Vorhaben.

Gefragt sind wirksame Bekämpfungsmöglichkeiten

Das oberste Gebot sind effiziente Maßnahmen zur Drohnenabwehr. Die EU-Kommission bietet den Mitgliedsstaaten Unterstützung beim Aufbau von speziellen Abwehrsystemen an. So sei die Einrichtung von Netzwerken für einen länderübergreifenden Informationsaustausch genauso wichtig, wie die Bereitstellung von EU-Mitteln für Projekte, die die Abwehr der wachsenden Bedrohung zum Ziel hat.

Vorstellbare Bedrohungsszenarien gibt es viele

Für Sicherheitsexperten sind Anschläge mit Drohnen durchaus vorstellbar. Der Drohnenflugkörper selbst stellt bereits bei missbräuchlicher Nutzung ein erhebliches Gefahrenrisiko dar und kann durch einen kontrollierten Absturz oder durch eine gezielte Kollision als mechanische Waffe eingesetzt werden und beträchtlichen Schaden anrichten. Das Gefahrenpotential wäre noch deutlich höher, wenn eine von Terroristen gesteuerte Drohne mit Schusswaffen, Sprengstoffen oder mit biologischen Kampfstoffen ausgestattet und über einem vollbesetzten Fußballstadion oder einer Großveranstaltung zum Einsatz käme.

Drohne sorgte für Abbruch des EM-Qualifikationsspiels Serbien gegen Kroatien

Welches Gefahrenpotential von einer Drohne in einem Fußballspiel ausgehen kann, zeigt das EM-Qualifikationsspiel zwischen Albanien und Serbien im Jahr 2014 in Belgrad. Während des Spiels wurde eine Drohne, an der sich eine großalbanische Flagge befand, über das Spielfeld gesteuert. Es kam zu Tumulten und letztendlich zum Spielabbruch. Man mag sich nicht vorstellen, wenn sich an der Drohne keine Fahne, sondern Sprengstoff befunden hätte. Der chinesische Drohnenhersteller und Marktführer DJI hat nach dem Vorfall erklärt, Flüge über EM-Stadien sperren zu lassen. Die Software der Fluggeräte sollte so weit verändert werden, dass Piloten ihre Kopter im direkten Umfeld von europäischen Fußballstadien mit einem Fassungsvermögen von mehr als 25.000 Zuschauern nicht mehr starten können.

Hohes Gefahrenpotential bei missbräuchlicher Nutzung

Auch wenn in Deutschland keine konkreten Hinweise vorliegen: Sollte eine Drohne in falsche Hände geraten, ist das Gefahrenpotential nicht zu unterschätzen. Eine Drohne lässt sich heutzutage schnell, einfach und kostengünstig beschaffen. Die kriminellen Einsatzmöglichkeiten der mittlerweile leicht zu fliegenden Kopter sind vielfältig. Sie kann als technisches Hilfsmittel für zahlreiche terroristische Operationen wie für Anschläge auf Menschen, Fahrzeuge, Gebäude oder kritische Infrastrukturen sowie für den Drogen- und Waffenschmuggel als auch zu Spionagezwecken zielgerichtet eingesetzt werden.

Der Drohnenmarkt boomt und die Anzahl unerlaubter Drohnenflüge wächst

Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung wird es im nächsten Jahr mehr als 1 Million gewerblicher und privater Drohnenpiloten geben. Das wird auch die Anzahl der drohenden Zwischenfälle erhöhen. Die Deutsche Flugsicherung führt eine Statistik über den unerlaubten Betrieb von Drohnen, die in der Nähe von deutschen Verkehrsflughäfen gesichtet wurden. Die Anzahl der unerlaubten Flüge hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verzehnfacht.

  • 2015: 14
  • 2016: 64
  • 2017: 88
  • 2018: 158

Drohnezwischenfälle sind kein nationales Problem

Zwischenfälle mit Drohnen gibt es inzwischen viele. Immer wieder gibt es Pressemeldungen über Störfälle mit Drohnen – weltweit. Ein besonders schwerer Zwischenfall, der um die Welt ging, ereignete sich auf dem englischen Flughafen Gatwick im Dezember 2018. Er macht macht deutlich, wie wichtig eine gut funktionierende Drohnenabwehr ist.

Deutsche Behörden beobachten die rasante Verbreitung ferngesteuerter Kopter bereits seit längerem und rüsten ihr Arsenal zur Drohnenabwehr auf. Bewegt sich eine Drohne in einer Verbotszone in weiterer Entfernung, kann das unerlaubt betriebene Fluggerät zum Beispiel mit einem Störsender (HP47 von Wüst) kontrolliert zur Landung gezwungen oder zum Ausgangspunkt zurückgeschickt werden; so lässt sich auch gleich der Pilot ausfindig machen.

Drohnen in näherer Umgebung können direkt eingefangen werden – mit einem Netzwerfer namens SkyWall100. Das Gerät sieht aus wie eine Panzerfaust, ist mobil einsetzbar und in der Lage, ein Flugnetz auf den Kopter abzufeuern, der ihn dann zu Fall bringt.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten eine Drohne gezielt abzuwehren. Dazu gehören Laserwaffen, elektromagnetische Impulse, der Abschuss mit Wasserwerfern oder im extremfall mit einer Schusswaffe.

Sicherlich wären Drohnenabwehr-Maßnahmen überflüssig, wenn alle Drohnenpiloten verantwortungsbewusst mit ihrem Fluggerät umgehen würden, die gesetzlichen Bestimmungen beachten und nur dann fliegen, wenn ein gesetzlich vorgeschriebener Haftpflicht-Versicherungsschutz besteht.

Deutsche Flughäfen sollen zukünftig besser vor Drohnen geschützt werden

Die Deutsche Flugsicherung soll im Auftrag der Bundesregierung ein Konzept zur Kontrolle und Abwehr von Drohnen ausarbeiten

Szenarien wie am Londoner Flughafen Gatwick im Dezember 2018 sind noch allgegenwärtig. Ohnmächtig schauten Sicherheitskräfte und Flughafenbetreiber seinerzeit zu, wie unbekannte Drohnenpiloten den Flugverkehr des zweitgrößten englischen Flughafens über mehrere Tage lahmlegten.

Drohnensichtungen in Flughafennähe stark angestiegen

Beunruhigend ist die stetig steigende Anzahl unerlaubt betriebener Drohnen in direkter Flughafenumgebung. Im Jahr 2017 gab es 88 Verstöße. Im letzten Jahr wurden 158 unerlaubte Flugbewegungen registriert – fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 80 Prozent zum Vorjahr. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind mehr als 70 Verstöße festgestellt worden.

Angesichts dieser erschreckenden Entwicklung möchte das Bundesverkehrsministerium den Flugverkehr an deutschen Flughäfen zukünftig besser schützen. Dazu wurde die Deutsche Flugsicherung, die für die Kontrolle des Flugverkehrs zuständig ist, aufgefordert, bis zum 30. September 2019 einen Aktionsplan zur Kontrolle und Abwehr von Drohnen ausarbeiten. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Größere Flugverbotszonen um Flughäfen gefordert

Der Betrieb unbemannter Flugobjekte in der Nähe von Flughäfen stellt für den zivilen Luftverkehr ohnehin ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Ein Vorschlag sieht beispielsweise vor, rund um die Verkehrsflughäfen eine vergrößerte Flugverbotszone für Drohnen einzurichten. Der Radius soll 18 Kilometer betragen. Ob sich dieses Vorhaben in die Praxis umsetzen lässt, bleibt von der DFS zu prüfen. Bisher müssen Drohnenpiloten „nur“ einen Mindestabstand von 1,5 Kilometern zur bestehenden Flughafenbegrenzung einhalten.

Großes Gefahrenpotenzial

In Deutschland wurden bisher weit mehr als eine halbe Million Drohnen verkauft. Sie werden entweder privat oder kommerziell genutzt. Das Kaufinteresse hält unvermindert an. Der Drohnenmarkt in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr und damit auch das Gefahrenrisiko. In den Händen von Kriminellen oder Terroristen können die unbemannten Fluggeräte eine Menge Schaden anrichten. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen das Konzept der Deutschen Flugsicherung enthält, das im September vorgestellt wird.