Drohnen unterstützen schnell und effektiv die Bekämpfung des Maiszünslers

Der Maiszünsler kann an Maispflanzen großen Schaden anrichten. Immer mehr Landwirte setzen auf biologischen Pflanzenschutz unter Zuhilfenahme von Drohnen.

Die Maispflanze ist eine krautige und kräftig gebaute Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern erreichen kann. Sie wird bei uns überwiegend auf Feldern angebaut und hauptsächlich als Futtermittel in der Milchviehfütterung verwendet. Von der Aussaat bis zur Ernte können einige Monate vergehen.

Maiszünsler-Raupen vernichten weltweit 4 % der jährlichen Maisernte

In der Zeit bis zur Ernte kann einige passieren. Vor allem Schädlingsbefall. Der größte Feind der Maispflanze ist der Maiszünsler. Er ist ein besonders hartnäckiger und gefräßiger Schädling. Der Kleinschmetterling legt bis zu 500 Larven in kleinen Gruppen an der Unterseite der Maispflanze ab, wo sie großen Schaden anrichten können. Die nach 7 bis 14 Tagen geschlüpften Raupen können sich durch den Maisstängel fressen und die Leitungsbahnen der Pflanze zerstören. Die Folge: Die Pflanze verliert ihre Standfestigkeit und der ausgehöhlte Stängel knickt einfach ab. Auch die Anfälligkeit für Pilzerkrankungen und Fäulnis durch offene Fraßstellen ist durch den Befall extrem erhöht.

Wird nicht rechtzeitig reagiert, kann zu extremen Ertrags- und Qualitätseinbußen kommen. Bei überaus starkem Befall bleibt nur die Verwertung in der Biogasanlage.

Die Alternative: Biologischer Pflanzenschutz

Um den Pflanzenbestand zu schützen, wird oftmals chemischer Pflanzenschutz eingesetzt. Weil dadurch aber auch Nützlinge getötet werden, setzten immer mehr Landwirte im Kampf gegen den Maiszünsler auf Nützlinge wie die Schlupfwespe. Sie ist der natürliche Feind des Maiszünslers.

Drohne wirft Zellulose-Kapseln über Maisfeldern ab

Bei dieser Art der natürlichen Schädlingsbekämpfung kommen Drohnen zum Einsatz. In einem zeitlichen Abstand von 14 Tagen werfen die Kopter ein- bis zweimal bis zu 200.000 Schlupfwespeneier pro Hektar über dem betroffenen Maisfeld ab. Zwischen 70 und 120 Hektar können so bearbeitet werden. Der Kopter überfliegt das Feld nach einer vorab festgelegten Route. In regelmäßigen Abständen werden kleine aus Zellulose bestehende Kapseln abgeworfen, in denen sich circa 1.000 Schlupfwespen-Eier befinden. Sind die Schlupfwespenweibchen geschlüpft, legen sie ihre Eier in den verpuppten Maiszünsler ab. Sie ernähren sich dann von dem Eigelege des Maiszünslers und zerstören somit seine Brut.

Die Schlupfwespen sterben spätestens nach der Maisernte, da sie keine Nahrung mehr finden. In nächsten Jahr muss die Maßnahme aufs Neue durchgeführt werden.

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