IKEA kontrolliert Warenbestände in der Logistik mit Drohnen

Der Einrichtungskonzern IKEA will zukünftig Drohnen zur Durchführung von Bestandskontrollen in der Logistik einsetzen. Das Start-up Unternehmen Vertiy aus Zürich hat bereits vielversprechende Testflüge in der IKEA-Filiale im schweizerischen Spreitenbach durchgeführt.

Die Kopter arbeiten nur sonntags und nachts

Die Kopter arbeiten in der Zeit, wenn keine Mitarbeiter vor Ort sind, wie sonntags oder in den späten Abendstunden. Ihre Aufgabe: Sie fliegen durch die Lagerbereiche, scannen Strichcodes, zählen Paletten und achten darauf, dass alle tagsüber eingelagerten oder verschobenen Paletten auf dem richtigen Lagerort stehen. Auch beschädigte Paletten erkennen die Kopter und registrieren diese.

In fünf von acht IKEA-Logistikzentren in der Schweiz fliegen nach Ladenschluss bis zu acht Drohnen anhand eines Einsatzplans autonom durch die Regalbereiche. Nach 15 Minuten endet die Batterieleistung des Kopters. Dann fliegen die Kopter selbstständig zur Ladestation, um neue Energie zu tanken. Jeden Sonntag überprüfen die Drohnen bis zu 6.200 Palettenplätze auf Richtigkeit der dort eingelagerten Waren.

Die IKEA-Filiale in Spreitenbach bei Zürich wird täglich von circa einem Dutzend Lkw mit Paletten beliefert. Da kommt schon was an Volumen zusammen. Bis zu 5.000 Paletten pro Woche müssen in das Regallagersystem überführt werden. Bei dieser großen Palettenanzahl, kann die eine oder andere Warenträger in den bis zu acht Meter hohen Regalen schon mal falsch eingelagert werden. Dann beginnt eine große und zeitaufwendige Suchaktion.

Fluch und Segen

In früheren Zeiten handelte es sich bei einer Falscheinlagerung um ein rein internes Ikea-Problem. Im Zeitalter der Digitalisierung bzw. im Onlinehandel hat eine Falscheinlagerung aber viel gravierendere Auswirkungen. Heute sieht der Kunde was wo online verfügbar ist und was nicht. Das kann dann im Laden schon zu einer großen Enttäuschung führen, wenn die im Vorfeld eingelagerte Ware nicht an ihrem Bestimmungsort liegt. Das Ergebnis: Umsatzverlust und Kundenunzufriedenheit.

Dieses Problem hat IKEA schon immer gestört. Immer wieder wurde versucht, die Fehlerquelle zu eliminieren. Durch den Einsatz der neuen Drohnentechnologie scheint das Problem jetzt endlich beseitigt worden zu sein.

Nach der Pilotphase sollen die Fähigkeiten der Kopter auch in Filialen anderer Länder zum Einsatz kommen.

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