Drohnen-Kennzeichnungspflicht – Was ist zu beachten?

Wer benötigt zukünftig eine Drohnen-Plakette?

Am 07. April 2017 wurde die neue Drohnen-Verordnung in Kraft gesetzt. Mit der Neuregelung verfügte die Bundesregierung unter anderem, dass alle Drohnen mit einem Abfluggewicht von über 250 Gramm mit einem Halter-Kennzeichen auszustatten sind. Dabei handelt sich um eine feuerfeste Plakette, auf die der Name und die Anschrift des Drohnenhalters (Eigentümer) aufgebracht sein muss. Multikopter mit einem Abfluggewicht unter 250 Gramm sind von dieser Gesetzesneuregelung nicht betroffen.
Nähere Informationen zu den wichtigsten Regeln der neuen Drohnenverordnung von Verkehrsminister Alexander Dobrindt finden Sie hier.

Bis wann muss die Neuregelung umgesetzt sein?

Die Regelung ist bereits seit Inkrafttreten der neuen Verordnung für jeden Drohnenbesitzer Pflicht. Die Bundesregierung hat jedoch im April dieses Jahres allen Drohnenhaltern eine 6-monatige Übergangsfrist zur Um- bzw. Nachrüstung ihrer Fluggeräte eingeräumt. Die Frist endet zum 01. Oktober 2017.

Wie muss die Plakette beschaffen sein?

Die Plakette muss den Vorgaben der Luftverkehrszulassungsverordnung entsprechen,
d. h. sie muss:

  • Dauerhaft, fest verbunden
  • gut sichtbar und
  • feuerfest auf dem Kopter angebracht sein.

Deshalb kommt ein einfacher Adressaufkleber für die Kennzeichnung einer Drohne nicht in Frage, da dieser in der Regel nicht feuerfest ist. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) empfiehlt daher einen Aluminiumaufkleber mit Adressgravur.

Viele Anbieter produzieren inzwischen selbstklebende Aluminium eloxierte Adress-Plaketten in verschiedenen Größen, die mit einer feuerfesten Lasergravur individuell beschriftet werden können. Sie sind leicht, biegsam und deshalb auch für gekrümmte Flächen am Kopter gut geeignet. Auf Wunsch kann auch ein QR-Code erstellt und dieser auf die Plakette aufgebracht werden. Mit diesem QR-Code können dann Dokumente wie z.B. Versicherungsschein, Aufstiegsgenehmigung, etc. hinterlegt werden.

Was muss auf der Plakette draufstehen?

Die Drohne muss seinem Eigentümer eindeutig zugeordnet werden können. Deshalb muss auf der Plakette der Name und die Anschrift des Drohnenhalters vermerkt sein. Ergänzt werden können die Pflichtangaben mit Firmenzusätzen und/oder einer Telefonnummer, diese Angaben sind aber nicht explizit vorgeschrieben.

Wo gibt es eine Plakette?

Bestellt werden kann eine Drohnen Plakette mit individuellen Kontaktdaten im Internet. Nachfolgend finden Sie einige Hersteller für Drohnen-Plaketten:

  • drohnen-kennzeichnung.kaufen
    Gisela Schregle
    Dorfstraße 21
    82362 Oberhausen
    Tel.: 0170/4527278
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  • Gravierwerkstatt
    Michael Salomon
    Dürrnbuch 81
    91448 Emskirchen
    Tel.: 01577 3286123
    Zur Website
  • Kennzeichen für Drohnen & Flugmodelle
    Dominik Martin Aukschlat
    Feldbergstraße 13
    65835 Liederbach
    Telefon: 0171 2919506
    Zur Website

Multikopter mieten oder besser kaufen?

Welcher Hobbyfotograf würde nicht gerne als Erinnerung an eine außergewöhnliche Urlaubsreise einige atemberaubende Film- oder Fotoaufnahmen aus der Luft mit nach Hause nehmen? Sollte man sich für nur eine Urlaubsreise einen kostspieligen Multikopter mit hochauflösender Kameratechnik für mehrere hundert oder gar tausend Euro anschaffen?

Nun, die Nachfrage an den kleinen Flugrobotern ist in Deutschland extrem angewachsen. Die Angebotsvielfalt seitens der Hersteller beträchtlich. Aber welches Modell ist für mich als Einsteiger das richtige? Passt es zu meinen Bedürfnissen? Diese und andere Fragen stellen sich viele Kaufinteressenten, aber ohne das später erworbene Fluggerät im Vorfeld nur einmal ausprobiert zu haben.

Kopteranmietung ist günstig und einfach

Um herauszufinden, welcher Multikopter am besten zu einem passt, ist es durchaus sinnvoll, einen bestimmten Koptertyp erst einmal für eine bestimmte Zeit günstig zu mieten, um ihn auszuprobieren. Das schafft Sicherheit bei der späteren Kaufentscheidung, denn eine hochwertige Kameradrohne ist je nach Ausstattung eine teure Investition.

Aber auch für kurzzeitige kommerzielle Einsätze kann sich die Anmietung eines Kopters lohnen. So zum Beispiel für Fotografen, die beauftragt werden, für ein einmaliges Ereignis wie zum Beispiel eine Hochzeit oder ein privates Event unvergeßliche Fotos oder Filme aus der Vogelperspektive anzufertigen.

Heute einen Multikopter anzumieten ist recht einfach. Online wird das passende Gerät ausgesucht und anschließend ein Mietvertrag für einen fixen Zeitraum abgeschlossen. Zumeist erfolgt die Zusendung der Bestellung sowie der Rückversand per Postpaket. Die Mietpreise sind unterschiedlich und abhängig vom jeweiligen Modell und der gewünschten Mietdauer.

Worauf Sie achten sollten!

Klären Sie mit Ihrem Vermieter im Vorfeld die Frage nach dem Versicherungsschutz. Wer in Deutschland eine Drohne in die Luft bringt, benötigt eine spezielle Drohnen Haftpflichtversicherung. Das gilt für gekaufte als auch für gemietete Drohnen. Einige Vermieter bieten zu ihren Mietverträgen gleich eine entsprechende Versicherung mit an.

Über nachfolgende Fragen sollten Sie sich bei Ihrem Anbieter ausreichend informieren:

  • In welchem Geltungsbereich, d.h. in welchen Urlaubsländern besteht der gebuchte Haftpflichtversicherungsschutz? (Wichtig für Urlaubsreisen)
  • Wie hoch ist die Deckungssumme im Schadenfall?
  • Wer ist außer dem Mieter zusätzlich mitversichert und darf die Drohne fliegen?
  • Wer haftet, wenn mit der Drohne selbst ein Unfall passiert und diese beschädigt
    wird?
  • Wer trägt welche Kosten und in welcher Höhe?
  • Gibt es eine Selbstbeteiligung und wenn ja, wie hoch fällt diese aus?

Unbedingt gesetzliche Vorschriften beachten

Grundsätzlich sollte sich jeder Drohnenpilot vor dem ersten Start über die rechtlichen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorschriften des Drohnenfliegens informieren, denn eine Haftpflichtversicherung schützt im Schadenfall nur dann, wenn seitens des Piloten auch alle bestehenden Auflagen und Bestimmungen eingehalten wurden. Das gilt im Übrigen auch für Drohnenflüge im Ausland! Sind geltende Vorschriften missachtet worden, kann der Versicherer spätere Schadenersatzansprüche einschränken oder gänzlich verweigern. Insofern ist es wichtig, dass jeder Hobbypilot weiß, welche gesetzliche Bestimmungen es gibt, was erlaubt und was verboten ist.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Fazit:

Wer sich bei der Kaufentscheidung eines bestimmten Multikoptertyps nicht sicher ist, der sollte den Kopter oder ein Modell aus der jeweiligen Baureihe vor dem Kauf ausgiebig testen. Wer einen Kopter kurzzeitig und nur für einen bestimmten Zweck benötigt, für den sind Mietangebote durchaus sinnvoll und vorteilhaft; denn im Normalfall betragen die Mietkosten nur einen kleinen Teil der normalen Anschaffungskosten. Genau informieren sollte man sich im Vorfeld über alle wichtigen Versicherungsfragen Zum Beispiel: Inwieweit sind durch die Drohne verursachte Personen- oder Sachschäden und Schäden an der Drohne selbst versichert.

Hier einige Adressen von Unternehmen, die Drohnen vermieten:

  • ByeBuy Operations GmbH
    Holzmarktstaße 11
    10179 Berlin
    Telefon: 030 30808251
    Get Grover
  • PaKaDe Handels UG & Co. KG
    Am Rothenberg 2
    31061 Alfeld
    Telefon: 05181 84921449
    Drohnenstock
  • Jonas Lindemann
    Talweg 46
    21149 Hamburg
    Telefon: 0157 77 39 28 73
    Yodro
  • Otto GmbH & Co. KG
    Werner-Otto-Straße 1-7
    22179 Hamburg
    Telefon: 040 / 6461 0
    ottonow
  • Gearflix
    Foto Hamer GmbH & Co. Kg
    Kortumstraße 23
    44787 Bochum
    Telefon: 0234 / 950 633 35
    Gearflix

Anerkannte Prüfstellen für Drohnen-Kenntnisnachweis

Kenntnisnachweis ist für Drohnen mit über 2Kg Startgewicht seit dem 01.10.2017 Pflicht

Gemäß der neuen Drohnenverordnung ist jeder Drohnenpilot verpflichtet – der einen Multikopter mit einem Startgewicht von über zwei Kilo steuern möchte – seit dem 01.10.2017 einen Kenntnisnachweis (LuftVO §21d) mitzuführen.

Welches Ziel wird mit dem Kenntnisnachweis verfolgt?

Dem Drohnensteuerer soll aus den Luftfahrtbereichen Flugbetrieb, Flugsicherheit und Luftraumordnung entsprechendes Basiswissen vermittelt werden. Auf der Grundlage der erhaltenen Kenntnisse soll sich der Drohnenpilot verantwortungsvoll und gesetzeskonform mit seiner Drohne im öffentlichen Luftraum bewegen können.

Welche Bescheinigung gilt als anerkannter Kenntnisnachweis?

  • Die Vorlage einer gültigen Pilotenlizenz
  • Ein Nachweis über eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband oder einen von ihm beauftragten Verein (Diese Bescheinigung ist nur für die private Nutzung gültig!)
  • Die Bescheinigung einer durch das Luftfahrtbundesamt (LBA) anerkannten Stelle

Wo kann der geforderte Nachweis erworben werden?

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA), dass gemäß der neuen Verordnung autorisiert ist die anerkannten Prüfstellen zu benennen, hat bereits einige Anlaufstellen offiziell bekannt gegeben. Diese Stellen sind autorisiert den gesetzlich geforderten Kenntnisnachweis nach erfolgreich bestandener Prüfung auszustellen.

  • UAV Dach-Services UG
  • Schiesserweg 10
  • 88682 Salem
  • TÜV SÜD Digital Service GmbH
  • Westendstr. 199
  • 80686 München
  • www.tuev-sued.de
  • CADdy Geomatics GmbH
  • Max-Planck-Str. 4
  • 85609 Aschheim
  • Vermessung mit Drohnen
  • www.wenninger.de
  • A. Scholz Kopterzentrale Ingenieurbüro & Drohnentechnik
  • Seilerstr. 15b
  • 30171 Hannover
  • www.kopterzentrale.de
  • ASS-Akademie für Schutz und Sicherheit GmbH
  • Willy-Brandt-Platz 10
  • 90402 Nürnberg
  • www.ass-nürnberg.net
  • RKM Rotor Konzept Multikoptermanufaktur GmbH
  • Hauptstr. 113
  • 69518 Absteinach
  • www.RotorKonzept.de
  • Airclip Service GmbH & Co KG
  • Am Eiswurmlager 24
  • 01189 Dresden
  • www.airclip.de

Nach welchen Themen wird in der Prüfung gefragt?

In den Vorbereitungskursen werden alle notwendigen Kenntnisse über den Betrieb unbemannter Flugsysteme sowie alle damit verbundenen Gesetzte und Regelungen vermittelt. Die theoretische Prüfung selbst umfasst zirka 50 Fragen, die im Multiple-Choise Verfahren zu beantworten sind. Wenn die aus den Fachbereichen Flugbetrieb, Navigation, Luftrecht und Meteorologie gestellten Fragen überwiegend (zu 80%) korrekt beantwortet werden, gilt die Prüfung als erfolgreich bestanden und wird entsprechend dokumentiert. Die Bescheinigung gilt ab Ausstellungsdatum fünf Jahre.

Wer kann einen Drohnen-Kenntnisnachweis erwerben?

Der Drohnenpilot muss das 16. Lebensjahr vollendet haben und nachfolgende Unterlagen vorlegen:

  • Ein gültiges Identitätsdokument (Personalausweis)
  • Bei Minderjährigkeit die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters
  • Eine Erklärung über laufende Ermittlungs- oder Strafverfahren
  • Ein Führungszeugnis nach §30 Absatz 1 des Bundeszentralregistergesetztes, sofern die Bescheinigung erstmals erworben wird.

Weitere vom Luftfahrtbundesamt anerkannte Prüfstellen werden sukzessive ergänzt.

Kostenloser Onlinekurs: Kenntnisnachweis für Drohnenpiloten

Gemäß der neuen Luftverkehrsordnung (LuftVO), die seitens der Bundesregierung am 07.04.2017 erlassen wurde, sind alle Drohnenpiloten ab 01.10.2017 verpflichtet für die Steuerung ihrer Fluggeräte mit einer Startmasse von über 2 Kilogramm besondere Kenntnisse nachzuweisen.

Mit welchen Dokumenten kann der Kenntnisnachweis erbracht werden?

  • Durch Vorlage einer gültigen Pilotenlizenz
  • Durch eine Bescheinigung einer durch das Luftfahrtbundesamt (LBA) anerkannten Stelle
  • Durch die Bescheinigung über die erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband oder einen von ihm beauftragten Verein. (Diese Bescheinigung ist aber nur für die private Nutzung gültig!)

Welcher Lernstoff wird vermittelt?

Der Kenntnisnachweis bescheinigt ausreichende Kenntnisse über den Betrieb und die Navigation, die für den Betrieb betreffenden luftrechtlichen Grundlagen und die Luftraumordnung. Wir bringe ich die Drohne sicher in die Luft?, Wo darf ich mit meiner Drohnen überhaupt fliegen? Wo besteht Flugverbot? Wie muss ich mich versichern? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt der Online-Kurs der mit einem Abschlusstest endet.

Wann startet der online Kurs ?

Interessierten Drohnenpiloten bietet der TÜV Nord ab dem 26.07.2017 ein Online-Seminar an, um den geforderten Kenntnisnachweis zu erlangen. Die persönliche Anwesenheit ist bei diesem Seminar nicht notwendig. Die Teilnahme kann bequem von zu Hause aus erfolgen. Die Anmeldung zum Online-Seminar ist bis zum 25.07.2016 kostenlos, danach kostet der Kurs 39 Euro.

Wo melde ich mich an?

Anmeldungen sind unter nachfolgendem Link möglich:

tuev-nord-online.de

Drohnenkennzeichnung inklusive

Nach Abschluss der bestandenen Prüfung erhalten alle Teilnehmer einen Namen-/Adressaufkleber für ihre Drohne, die ebenfalls ab 01.10.2017 verpflichtend am jedem Flugmodell angebracht sein muss.

Drohnenversicherung

Der Abschluss einer Drohnen-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland Pflicht. Nähere informationen hierzu finden Sie auf: drohnen-versicherung.com

Drohnenversicherung Blog

Unser Blog hat das Hauptziel, Sie rund um das Thema Drohnen-Versicherung aktuell und umfassend zu informieren. So erfahren Sie beispielsweise, warum Sie eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung einer privaten Haftpflichtversicherung mit Drohnen-Klausel immer vorziehen sollten, welche gesetzlichen Vorschriften aufgrund der verschärften Gesetzgebung vom 07.04.2017 beim Drohnenflug zu beachten sind und worauf Sie beim Abschluss einer Drohnen-Versicherung unbedingt achten sollten.

Darüberhinaus bieten wir Ihnen aktuelle Informationen zu den Themen „Was kostet eine Drohnen-Versicherung nach dem deutschen Luftfahrtgesetz?“ und „Wann unterliegt eine Drohne der gesetzlichen Kennzeichungspflicht“?

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