Drohne in der Privathaftpflicht! Wer ist mitversichert, wer nicht?

Offene Pilotenklausel in der Luftfahrthaftpflicht – das Plus für mehr Sicherheit!

Bevor Sie eine Drohne im öffentlichen Luftraum bewegen, ist es notwendig, dass Sie für Ihr Fluggerät eine Haftpflichtversicherung abschließen. Das ist per Gesetz vorgeschrieben. Es gibt mehrere Möglichkeiten eine Drohne zu versichern. Neben speziellen Drohnen-Halter-Haftpflichtversicherungen bieten inzwischen auch Privathaftpflichtversicherer Risikoschutz für Multikopter an. Die Angebote hören sich in Bezug auf den Leistungsumfang und Prämienbetrag vielversprechend an.

Bei näherer Betrachtung sollte aber beachtet werden, dass der Personenkreis der beim Betrieb der Drohne Versicherungsschutz genießt ausschließlich auf den Versicherungsnehmer und die im Haushalt lebenden Personen wie Lebenspartner/in bzw. Ehepartner/in und Kinder beschränkt ist.

Übergibt beispielsweise der flugbegeisterte Sohn die Funkfernsteuerung der Drohne seinem Freund, um ihm auch einmal das Gefühl eines Hobbypiloten zu geben, und es kommt durch mangelnde Flugerfahrung zu einem Sachschaden an fremden Eigentum oder gar zu einem Personenschaden, dann ist dieser Vorfall nicht versichert. Der unbedarfte Freund ist in der Privathaftpflichtversicherung des Drohnenhalters nicht mitversichert. Die Privathaftpflichtversicherung würde die Schadenregulierung ablehnen, da der Freund nicht zu den versicherten Personen zählt. Für ihn besteht somit kein Versicherungsschutz, d.h. er müsste für den entstandenen Schaden selbst aufkommen und haftet mit seinem gesamten Privatvermögen.

In der Privathaftpflichtversicherung des Drohnenhalters sind ausschließlich die in dem Versicherungsvertrag genannten Personen mitversichert. Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn, etc. genießen in der Privat-Haftpflicht hingegen keinen Versicherungsschutz. Bei einer speziellen Drohnen-Halter-Haftpflichtversicherung ist das anders. Sie entspricht den Anforderungen des Luftverkehrsgesetzes und enthält die offene Pilotenklausel.

Die offene Pilotenklausel ist eine Definition aus der Luftfahrt-Haftpflichtversicherung. Sie besagt, dass alle Personen, die mit Wissen und Willen des Halters zur Steuerung der Drohne berechtigt werden, mitversichert sind. Dabei ist die Zahl der Piloten unbegrenzt. In unserem Beispiel würde eine Drohnen-Halterhaftpflichtversicherung im Vergleich zu einer Privathaftpflichtversicherung für den verursachten Schaden des Freundes einstehen.

Berücksichtigen sollten Sie auch, dass Privathaftpflichtversicherer mit Drohnenklausel nur im Rahmen der Verschuldenshaftung für Schäden mit einer Drohne eintreten. Die notwendige Gefährdungshaftung beim Drohnenflug ist üblicherweise nicht Grundlage des Versicherungsvertrages eines Privathaftpflichtversicherers.

Wie wichtig der Versicherungsschutz für Ihre Drohne auf der Grundlage der Gefährdungshaftung ist, lesen Sie in unserem separaten Blogbeitrag.

Sagt Ihnen ihr Privathaftpflichtversicherer mündlich zu, dass die Gefährdungshaftung und nicht wie üblich die Verschuldenshaftung Grundlage des Versicherungsvertrages ist, dann lassen Sie sich die Zusage schriftlich bestätigen; sofern sie nicht in der Versicherungspolice bereits fixiert ist.

Entscheiden sollten Sie sich aber am besten gleich für eine spezielle Drohnen-Halter-Haftpflichtversicherung für die private Drohnennutzung. Günstige Versicherungstarife finden Sie bereits ab 68 Euro Jahresbeitrag auf drohnen-versicherung.com

 

Drohnen in der Privathaftpflicht! Worauf Sie unbedingt achten sollten!

Eine Private Haftpflichtversicherung schützt Drohnenpiloten nicht ausreichend. Lesen Sie hier worauf Sie achten sollten!

Drohnenflug ohne Versicherungsschutz kann teuer werden!

Wer privat eine Drohne fliegt ist ständig unvorhersehbaren Gefahren ausgesetzt. Unfallszenarien gibt es genug: Ein plötzlicher technischer Defekt des Kopters in großer Flughöhe, ein Verbindungsabriss zwischen Controller und Fluggerät, ein unvorhergesehener Defekt am Akku oder eine unerwartet starke Windböe, die den Kopter mit voller Wucht auf ein Autodach schleudert. Ganz schlimm wird es, wenn Menschen durch einen Kopter verletzt werden.

Die Frage nach einem Unfall mit einer Drohne:
Wer kommt für den entstandenen Schaden auf?

Die Antwort: Der Drohnenhalter. Er haftet mit seinem gesamten Privatvermögen für alle entstandenen Schäden, die mit der Drohne verursacht wurden. Er trägt sämtliche Kosten für Personen- und Sachschäden die einem Dritten zugefügt wurden, wenn keine Haftpflichtversicherung für den Kopter besteht. Darüber hinaus erwartet den Verursacher ein Bußgeld, wenn die bestehende Versicherungspflicht missachtet und das Fluggerät ohne gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherungsschutz betrieben wurde.

In Deutschland besteht Versicherungspflicht für Drohnen

Viele Drohnenpiloten unterschätzen die potentiellen Gefahren die von einem Kopterflug ausgehen. „Es wird schon nichts passieren. Ich fliege immer vor- und umsichtig“ lautet die allgegenwärtige Meinung unbedarfter Drohnenpiloten. Nach Brancheninformationen fliegt ein Drittel aller Drohnenbesitzer in Deutschland mit unzureichendem oder gänzlich ohne Versicherungsschutz, zumal in Deutschland eine gesetzliche Versicherungspflicht für Drohnen besteht. Passiert etwas, greift der Paragraph 37, Absatz 1 des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG).

Ein Drohnenpilot kann bereits mit einem Bußgeldbescheid rechnen, wenn er bei einer Kontrolle durch die Ordnungsbehörden oder der Polizei keinen Versicherungsnachweis für den betriebenen Kopter vorlegen kann, aus dem Umfang, Dauer und die maßgebliche Mindestdeckung hervorgeht. Die Mitnahme der Versicherungsbestätigung für den Kopter ist in Deutschland Pflicht und ebenfalls vorgeschrieben.

WICHTIG! Vor dem ersten Start unbedingt Versicherungsschutz überprüfen!

Ahnungslosigkeit schützt vor Strafe nicht. Wer seine Drohne ohne Versicherungsschutz im öffentlichen Luftraum betreibt, verstößt gegen geltende Vorschriften und geht darüber hinaus ein sehr großes Risiko ein. Die Annahme, dass das Fluggerät automatisch in einer privaten Haftpflichtversicherung mitversichert ist, ist falsch! Ist das Fluggerät nicht explizit im privaten Haftpflicht-Versicherungsvertrag eingeschlossen, existiert in der Regel auch kein Versicherungsschutz. Es sollte vor dem ersten Start geprüft werden, ob in der privaten Haftpflichtversicherung die Drohnennutzung mitversichert ist oder der Versicherungsschutz um eine Drohnen-Klausel erweitert werden kann. Sind Sie sich unsicher oder gibt es Unklarheiten, sprechen Sie mit Ihrem zuständigen Versicherungsberater.

Ist eine private Haftpflichtversicherung im Schadenfall ausreichend? Diese Checkliste hilft!

Besondere Beachtung sollte dem Hinweis des „Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur“ zum Thema Versicherungspflicht von Drohnen in der Privathaftpflichtversicherung gegeben werden. Auf der Internetseite heißt es:

…. Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle unterliegen bereits heute – wie alle Luftfahrzeuge – den Regelungen über die Haftpflicht für Drittschäden nach den § 33 ff. LuftVG. Da es sich jeweils um den Betrieb eines Luftfahrzeugs handelt, sind Unfälle, die von sog. Drohnen verursacht werden, in der Regel nicht über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Vielmehr ist eine sog. Halterhaftpflichtversicherung erforderlich.“

Damit Sie im Schadenfall trotz einer privaten Haftpflichtversicherung mit Drohnenklausel nicht auf dem verursachten Schaden sitzen bleiben, sollten Sie Ihren Versicherungsschutz mit der beiliegenden Checkliste überprüfen. Welche Leistungen bietet Ihnen Ihre Private Haftpflichtversicherung mit Drohnenklausel im Vergleich zu einer speziellen Drohnen-Luftfahrt-Haftpflichtversicherung? Die beiliegende Checkliste zeigt Ihnen auf, worauf Sie bei einer Drohnen-Haftpflichtversicherung achten sollten!

Umfassender Versicherungsschutz bereits ab 6,40 € im Monat!

Verursachen Sie mit Ihrer Drohne einen Unfall, dann können die Schadenersatzforderungen je nach Sachlage in die hundertausende oder sogar in die Millionen Euro gehen. Eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen des deutschen Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) und sichert Sie bei Personen- und Sachschäden umfassend gegen Ansprüche Dritter ab. Mit einer Drohnenversicherung für umgerechnet 6,40 € im Monat genießen Sie bestmöglichen Rundumschutz. Das sollte Ihnen das sichere und unbeschwerte Gefühl beim Drohnen fliegen Wert sein.

Für Schäden am Kopter empfehlen wir eine spezielle Drohnen-Kasko-Versicherung

Unfallschäden an Ihrem Fluggerät werden von der Haftpflichtversicherung nicht übernommen. Eine Haftpflichtversicherung ersetzt nur berechtigte Schäden Dritter. Gegen Schäden am eigenen Kopter können Sie eine separate Drohnen-Kasko-Versicherung abschließen.

Namhafte Luftfahrtversicherer bieten optimalen Versicherungsschutz

Wenn Sie sich bestmöglich und kostengünstig gegen die Risiken beim Kopter fliegen versichern möchten, dann informieren Sie sich auf drohnen-versicherung.com

In diesem Zusammenhang könnte Sie auch der Beitrag Gefährdungshaftung und Bußgelder drohen bei Verstoß gegen die Drohnen-Verordnung interessieren.

 

Ist die Mitnahme einer Drohne auf einer „Mein Schiff“-Kreuzfahrt gestattet?

Welche Bestimmungen sind bei der Mitnahme einer Drohne auf einem TUI-Kreuzfahrtschiff zu beachten?

Auf zahlreichen Internetportalen kursieren unterschiedliche Meinungen, Aussagen und Erfahrungen in Bezug auf die Mitnahme von Multikoptern auf Kreuzfahrtschiffen.

Fakt ist: Jede Reederei regelt die Mitnahme von Drohnen auf Kreuzfahrtschiffen anders. Wir wollten es genau wissen und haben uns in der TUI-Cruises Zentrale in Hamburg direkt erkundigt. Wir wollten wissen: „Ist die Mitnahme einer Drohne auf einer Kreuzfahrt mit der Mein Schiff-Flotte gestattet?“

Die Mitnahme einer Drohne für den privaten Gebrauch ist auf einer Kreuzfahrt mit der „Mein Schiff-Flotte“ grundsätzlich gestattet. Es ist auch nicht erforderlich den Kopter nach dem „Boarding“ an das Sicherheits- oder Bordpersonal zur Verwahrung zu übergeben. Die Lagerung des Fluggeräts erfolgt in Eigenverantwortung auf der gebuchten Kabine. Aus Sicherheitsgründen ist der Betrieb eines Kopters an Bord der gesamten „Mein Schiff-Flotte“ aber nicht gestattet. Für die Kopterflüge an Land sowie für die Einhaltung der örtlichen Bestimmungen und notwendigen Genehmigungen ist der Nutzer selbst verantwortlich.

Die Bestimmungen sind auf der Webseite von „Mein Schiff“ in der Rubrik „Service & Information“ unter FAQ / An- und Abreise / Gepäck nachzulesen.

Wenn Sie erfahren möchten, wie die Mitnahme eines Multikopters auf einer AIDA-Kreuzfahrt gehandhabt wird, dann informieren Sie sich auf Drohnen-journal.de

Denken Sie vor der Nutzung Ihrer Drohne immer an den notwendigen Versicherungsschutz. Wir bieten Ihnen auf Drohnen-Versicherung.com günstige Deckungskonzepte mit weltweitem Versicherungsschutz zu günstigen Konditionen an.

Welche Vorschriften Sie als Drohnenpilot im Urlaubsland Spanien kennen sollten!

Gesetzliche Regeln für den Drohnenflug in Spanien

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Schönes Wetter, blauer Himmel, Sonnenschein und Urlaubsregionen die man nur allzu gerne mit der mitgenommenen Drohne aus der Vogelperspektive aufnehmen möchte, um sie anschließend den Daheimgeblieben zu zeigen. Deshalb können es Drohnenpiloten kaum erwarten, ihren Kopter im Urlaubsland aufsteigen zu sehen, um einzigartige Fotos zu schießen oder atemberaubende Videos spektakulärer Landschaften zu filmen.

Laut dem deutschen Reiseverband verbringen in diesem Jahr zwei Drittel aller Deutschen ihren Urlaub im Ausland. Hauptreiseziele: Länder rund um das Mittelmeer. Allen voran Spanien, Italien, Griechenland und auch wieder die Türkei – mit steigenden Zuwachsraten. Portugal, Kroatien, Tunesien und Ägypten zieht auch wieder mehr Urlauber in diesem Jahr an.

Doch Vorsicht! Jeder Drohnennutzer weiss, dass es in Deutschland Drohnengesetze gibt, die es zu beachten gilt. Aber welche Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Regeln gelten im europäischen Ausland?
Schützen Sie sich vor dem ersten Drohnenstart im Urlaubsland vor eventuellen Strafen und erkundigen Sie sich im Vorfeld über die in ihrem Urlaubsland geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Wir haben die wichtigsten Vorschriften für das Urlaubsland-Nr. eins der Deutschen – Spanien – nachfolgend für Sie zusammengefasst:

Folgende Vorschriften sollten unbedingt beachtet werden:

Drohnen werden in Spanien als Modellflugzeuge eingestuft und sind grundsätzlich zur privaten Nutzung erlaubt. Sie unterliegen den Bestimmungen der spanischen Behörde für Luftsicherheit, kurz AESA (Agencia Esanola de Seguridad Aerea). Die Vorschriften gelten für das spanische Festland, wie auch für die spanischen Ferieninseln.

Eine Plaketten-Kennzeichnung, wie sie in Deutschland für Drohnen ab 250 Gramm gesetzlich vorgeschrieben ist, gibt es in Spanien nicht.

Drohnen dürfen in Spanien mit einem Startgewicht bis zu 2 Kilogramm maximal 120 Meter hoch und nur in direkter Sichtweite – maximal 500 m weit – geflogen werden.

Der Betrieb ist nur tagsüber gestattet. Nachts nicht!

Flugverbote:

In kontrolliertem Luftraum in denen andere Luftfahrzeuge wie Hubschrauber oder Flugzeuge verkehren ist für Drohnenflug grundsätzlich untersagt. Ebenso wie in militärischen Gebieten. Generell sollte zu Flughäfen und Flugplätzen ein Sicherheitsabstand von mehreren Kilometern (mindestens 8 Km) eingehalten werden.

Gebiete in denen andere Luftfahrzeuge wie Gleitschirmflieger oder Fallschirmspringer verkehren sind für den Drohnenbetrieb tabu.

In spanischen Städten oder Siedlungen dürfen Drohnen nicht fliegen, es sei denn, sie wiegen weniger als 250 Gramm und fliegen nicht höher als 20 Meter. Zu Gebäuden ist stets ein Sicherheitsabstand von mindestens 150 Metern einzuhalten.

Stark frequentierte Straßen innerhalb und außerhalb von Ortschaften, sowie von Menschen frequentierte Strände, öffentliche Parkanlagen oder Menschansammlungen, z.B. auf Konzerten, dürfen nicht überflogen werden.

Für Flüge an gewissen Strandabschnitten können Sonderregelungen gelten. Hier sollte man sich am besten vor Ort bei den lokalen Polizeistationen erkundigen.

Wer Flüge in Nationalparks plant, sollte sich zuvor eine Genehmigung von der jeweils zuständigen Verwaltungsbehörde besorgen.

Eine Drohnen-Haftpflicht-Versicherung ist für Hobbyflieger in Spanien nicht zwingend vorgeschrieben, aber sie wird dringend empfohlen. Sicher ist, dass bei einem Unfall alle Schäden, die durch eine Drohne verursacht wurden, in die Verantwortung des Piloten fallen. Dieser ist für alle Schäden persönlich haftbar.Vermeiden Sie Verstöße gegen die vorgenannten Regeln, die im schlimmsten Fall mit einer Anzeige und hohen Bußgeldern geahndet werden. Wie hoch ein Bußgeld ausfällt, richtet sich nach der Schwere des Verstoßes. Lassen Sie es nicht soweit kommen!

Urlaubsreisende die ihre Drohne mit nach Spanien nehmen möchten, sollten sich im Vorfeld erkundigen, ob im Urlaubsland selbst auch ausreichender Versicherungsschutz besteht; auch hinsichtlich der bestehenden Versicherungssumme. Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung mit weltweiter- oder europaweiter Deckung können Sie in 3 Minuten für nur 68 Euro Jahresbeitrag abschließen. Nähere Informationen finden Sie auf drohnen-versicherung.com

Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt über die aktuelle Gesetzeslage und geltenden Vorschriften zum Drohnenbetrieb in Ihrer Ferienregion. Es ist durchaus möglich, dass regionale Behörden eigene Auflagen erlassen haben. Das Touristikbüro in Ihrem Urlaubsgebiet hilft ihnen sicher weiter.

Die Informationen für den Drohnenflug in Spanien haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Für die Richtigkeit der Angaben können wir keine Haftung übernehmen.

Aktuelle Drohnen-Modelle bei real.de Hinweis zur Versicherungspflicht verzweifelt gesucht!

Information zur gesetzlichen Versicherungspflicht von Drohnen fehlt bei vielen Anbietern!

Auch die Einzelhandelskette real, die mehrere hundert Supermärkte in Deutschland betreibt, bietet dem privaten Hobbypiloten über den eigenen Onlineshop eine Vielzahl unterschiedlicher Drohnen-Modelle an. Die Auswahl kann sich sehen lassen.

Über 1.200 Artikel umfasst das Drohnen- und Multikopter-Sortiment, in dem auch Ersatzteile und Zubehör enthalten sind. Das große Angebot verschiedener Hersteller, wie z.B. DJI, Parrot, Walkera, Yuneec und Zerotech, lässt sich mittels einer einfach zu bedienenden Suchfunktionsleiste schnell selektieren. Der gewünschte Artikel lässt sich über verschiedene Suchfunktionen wie Artikelpreisspanne, Kameraausstattung, Hersteller, Aktionsangebot, Altersempfehlung und Gewicht sehr leicht finden.

Die technischen Produktinformationen zu den einzelnen Drohnenmodellen sind dazu ausführlich beschrieben. In einem kurzen und nicht besonders auffälligen Absatz wird auf die seit Oktober 2017 neu geltenden gesetzlichen Pflichten hinsichtlich des Besitzes und der Benutzung von Drohnen verwiesen. Dazu wird auf den PDF-Auszug der Verordnung zur „Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ verlinkt.

Für einen Laien ist es sicherlich eine Herausforderung, die Quintessenz des umfangreichen Gesetzestextes auf Anhieb zu verstehen. Ein ganz wesentlicher Hinweis zum gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherungsschutz ist leider nicht zu finden! Entsprechend dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG) §43, Absatz 2 besteht nämlich die Pflicht, dass Drohnen in Deutschland nur mit einem gültigen Haftpflichtversicherungsschutz gemäß dem deutschen Luftfahrtverkehrsgesetz betrieben werden dürfen. Darüber hinaus besteht die Pflicht, alle Drohnen mit einem Startgewicht von über 250 Gramm mit einer Plakette auszustatten, die den Namen und die Adresse des Eigentümers trägt, übrigens auch auf Modellflugplätzen! Desweiteren wäre es für unbedarfte Hobbypiloten hilfreich, wenn augenfällig darauf hingewiesen würde, dass nach den gesetzlichen Vorschriften Drohnen nicht höher als 100 Meter und generell nur auf Sichtweite geflogen werden dürfen.

Schwierig herauszulesen ist auch, wo in Deutschland Drohnen fliegen dürfen und wo es strikt verboten ist. Drohnen mit einem Abfluggewicht von über 2 Kilogramm, wie zum Beispiel der Quadrokopter Inspire 1 V2 von DJI, dürfen von Hobbypiloten nur geflogen werden, wenn ein entsprechender Kenntnisnachweis, ein sog. Drohnenführerschein, vorliegt.

Einsteiger die sich eine Drohne kaufen möchten, könnten sich auch für folgende Fragen interessieren:

  1. Benötige ich für Spielzeugdrohnen auch eine Haftpflichtversicherung?
  2. Bietet eine Privat-Haftpflichtversicherung für meinen Drohnenflug ausreichenden Schutz?
  3. Wo darf ich in meiner Umgebung bedenkenlos meine Drohne fliegen lassen?

Antworten zu diesen Fragen und wertvolle Hinweise für den optimalen Versicherungsschutz Ihres Multikopters finden Sie auf drohnen-versicherung.com unter der Rubrik Rechtliches und Wissen & Service oder auf drohnenversicherung.blog.

Jetzt aktuell bei LIDL: Jamara Quadrocopter Q180.2

Gesetzliche Versicherungspflicht für Drohnen

Der Discounter LIDL bietet ab Montag, den 14.05.2018 einen Quadrocopter der Firma JAMARA für unter 20 Euro an. Er ist in allen LIDL-Filialen erhältlich, kann aber auch im LIDL online-shop bestellt werden. Der Quadrokopter verfügt über keine Kamera, dafür aber über erstaunliche Funktionen zu einem günstigen Preis. Wie z.B. über eine elektronische Kompass-/Flyback-Funktion, die per Fernsteuerung ein- und ausgeschaltet werden kann, sowie einer Fluglagenkontrolle. Das Fluggerät ist in der Lage mittels einer speziellen Flugfunktion einen 360° Flipsalto in alle Richtungen zu fliegen. Der Kopter kann in- und outdoor genutzt werden. Die beiden Flugmodi langsam und schnell, lassen den Jamara Quadrokopter in der Turbofunktion 40km/h schnell fliegen. Die Reichweite des 36,2 Gramm schwerern Modells beträgt 40 Meter, die Akkuladezeit zirka 60 Minuten, die Flugzeit nur 5-10 Minuten.

Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Kopter, eine Fernsteuerung, Ersatzrotorblätter, ein Akku, 3 Batterien, ein Schraubendreher, ein USB-Kabel und eine Bedienungsanleitung.

Wie in der Produktbeschreibung, die im LIDL Onlineshop eingesehen werden kann, beschrieben, handelt es sich bei dem Jamara Quadrokopter nicht um ein bloßes Spielzeug, sondern um einen Modellbauartikel. Die Altersempfehlung wird mit 14 Jahren angegeben.

Worauf der Käufer vor dem Kauf leider nicht hingewiesen wird: Die gesetzlich vorgeschriebene Versicherungspflicht von Fluggeräten dieser Art. Jedes Fluggerät, das in Deutschland im öffentlichen Luftraum bewegt wird, unterliegt der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherungspflicht.

Seitens des Gesetzgebers wird in puncto Versicherungspflicht nicht zwischen Drohnen-Modellen, Gewichtsklassen oder Anwendungsbereichen unterschieden. In Deutschland gibt es auch keinen Versicherungserlass für Spielzeug-Drohnen. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Drohnen ist somit keine Ermessenssache, sondern Pflicht für alle Drohnenpiloten. Sie ist vergleichbar mit der Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge.

Sollte der Jamara-Kopter im Outdoorbereich betrieben werden, ist es ratsam, vor dem ersten Start den Haftpflichtversicherungsschutz zu prüfen. Ein Anruf beim jeweiligen Privat-Haftpflichtversicherer kann hier Klarheit schaffen.

Wenn Sie sich über alle rechtlichen Grundlagen und über die gesetzlich vorgeschriebene Versicherungspflicht für Kopter in Deutschland informieren möchten, dann besuchen Sie die Website drohnen-versicherung.

Welche Drohne ist ein Spielzeug und benötigt keinen Versicherungsschutz?

Muss jede Drohne Haftpflichtversichert werden?

Wird für eine „Spielzeug-Drohne“ eine Haftpflichtversicherung benötigt oder nicht? Vielfach herrscht bei uns in Deutschland noch Unsicherheit über den Versicherungsschutz beim Kauf speziell kleinerer Drohnen.
Das ist doch eine Spielzeugdrohne, dafür wird doch keine Versicherung notwendig sein“, ist die weitreichende Meinung dazu. „Und wenn doch, dann ist das Fluggerät doch automatisch in meiner Haftpflichtversicherung mit versichert!

Auch für Spielzeugpiloten gilt die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherungspflicht!

Fakt ist: In Deutschland gilt eine im öffentlichen Luftraum genutzte Drohne als Flugmodell und zählt rechtlich zu den Luftfahrzeugen. Völlig unabhängig von Größe und Gewicht oder ob privat oder gewerblich genutzt. Gemäß dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG) § 43 ist jeder Halter einer Drohne verpflichtet, für sein Fluggerät eine Haftpflichtversicherung zu besitzen und den Versicherungsschutz auf verlangen auch nachweisen zu können.

Das Luftverkehrsgesetz (LuftVG), § 43, Abschnitt 2 besagt:
„Der Halter eines Luftfahrzeugs ist verpflichtet, zur Deckung seiner Haftung auf Schadensersatz nach diesem Unterabschnitt eine Haftpflichtversicherung in einer durch Rechtsverordnung zu bestimmenden Höhe zu unterhalten. Satz 1 gilt nicht, wenn der Bund oder ein Land Halter des Luftfahrzeugs ist.“

Diese Versicherungspflicht besteht bereits seit dem Jahr 2005. Seit dem gibt es in Deutschland keinen versicherungsfreien Luftraum mehr. Angesichts der gestiegenen Nachfrage an Drohnen und der dadurch bedingten Erhöhung der Unfallgefahr, wurden im Oktober 2017 die Regeln für die Nutzung von Drohnen durch eine Gesetzesnovellierung weiter verschärft.
Der Betrieb einer Drohne ist an ganz klare Regeln gebunden. So gilt die Versicherungspflicht auch für Drohnen, die nur wenige 100 Gramm wiegen. Bei der Versicherungspflicht wird seitens des Gesetzgebers nicht zwischen Drohnen-Modellen, Gewichtsklassen und Anwendungsbereichen unterschieden. In Deutschland gibt es keinen Versicherungserlass für sog. Spielzeug-Drohnen. Der Abschluss einer Drohnen-Haftpflichtversicherung ist somit keine Ermessenssache, sondern eine gesetzliche Pflicht für alle Drohnenpiloten; vergleichbar mit der Haftpflichtversicherungspflicht für Kraftfahrzeuge.

Im Internet ist nachzulesen, dass der Versicherungsschutz nicht notwendig sei, wenn eine Drohne in geschlossenen Räumlichkeiten genutzt wird oder nicht höher als 30 Meter fliegen kann! Solche Empfehlungen sind dem betroffenen Drohnenhalter im Schadenfall nur wenig hilfreich. Denn der Eigentümer einer Drohne haftet im Unglücksfall immer und ohne Versicherungsschutz mit seinem Privatvermögen. In Deutschland gibt es keine eindeutige und klare Gesetzesregelung die besagt, wann eine Drohne ein Spielzeug ist und wann nicht.

Spezielle High Speed oder Race-Drohnen werden immer kleiner und leichter und erreichen spielend bis zu 80 Km/h. Sie aufgrund ihrer geringen Größe und des leichten Gewichts als „Spielzeug“ zu deklarieren, wäre eindeutig falsch.

Reicht eine Privat- Haftpflichtversicherung für den Betrieb einer Drohne aus?

Wie bereits gesagt: Für den Betrieb einer Drohne besteht in Deutschland Versicherungspflicht! Jetzt denken viele Drohnenpiloten an den Mit-Versicherungsschutz in der privaten Haftpflichtversicherung. Wer aber glaubt, dass eine „Spielzeugdrohne“ in der privaten Haftpflichtversicherung automatisch mitversichert ist, der irrt!

Es sollte beachtet werden, dass in den Leistungsverzeichnissen der privaten Haftpflichtversicherung, die in den meisten Fällen schon seit mehreren Jahren besteht, überhaupt keine Drohnen vorkommen. Und wenn, dann handelt es sich zumeist um Flugmodelle ohne Motor. Drohnen besitzen aber einen Motor und wären somit nicht mitversichert! Viele alte Verträge enthalten den Versicherungsschutz für Drohnen einfach nicht. Nur weil das Thema Drohne in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat, haben einige private Haftpflichtversicherer auch Drohnen mit in ihren Leistungskatalog aufgenommen. Hier gilt jedoch zu prüfen, ob die zu versichernde Drohne bezgl. ihres Gewichts auch mitversichert ist. Denn einige Haftpflichtversicher beschränken den Versicherungsschutz für Drohnen nur auf das konkrete Abfluggewicht.

Achten Sie darauf, dass Sie sich die Mitversicherung ihrer Drohne vom Haftpflichtversicherer in jedem Fall schriftlich bestätigen lassen, denn der Versicherungsnachweis ist gemäß LuftVZO § 103 beim Betrieb der Drohne mitzuführen. Wer bei einer Kontrolle seitens staatlicher Kontrollorgane wie Polizei oder Ordnungsbehörde den Versicherungsschutz nicht nachweisen kann, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt werden kann. Bei einer speziellen Halter-Haftpflichtversicherung erhalten Sie bereits kurz nach der Antragstellung eine separate Versicherungsbestätigung, die Ihnen den geforderten Versicherungsschutz ordnungsgemäß bescheinigt.

Denken Sie auch daran, dass gerade „Spielzeug-Drohnen“ zumeist von Kindern oder Jugendlichen gesteuert werden. In der privaten Haftpflichtversicherung sind Versicherungsnehmer und deren Familienangehörige (Ehefrau, Lebenspartner und eigene Kinder) versichert. Wenn der Freund Ihres Kindes die Drohne steuern möchte, besteht in der privaten Haftpflichtversicherung kein Versicherungsschutz. In den Deckungskonzepten der Luftfahrtversicherer sind auch fremde Steurer automatisch mitversichert, Stichwort: offene Pilotenklausel!

Wichtig: Der Unterschied zwischen Verschuldens- und Gefährdungshaftung!

Selbst wenn die Private Haftpflichtversicherung die Spielzeugdrohne mit versichert, sollte folgendes beachtet werden:

Wer eine Drohne im öffentlichen Luftraum betreibt, unterliegt der Gefährdungshaftung gegenüber Dritten. Die Gefährdungshaftung ist eine Schadenersatzpflicht die kein Verschulden des Piloten voraussetzt; wie in der privaten Haftpflichtversicherung. Sie beruht darauf, dass der Pilot im Rahmen seiner Flugtätigkeit mit der Drohne eine Gefährdung für seine Umgebung herbeiführt. Bei der luftverkehrsrechtlichen Drittschadenhaftung, gemäß der §§ 33 ff. LuftVG, handelt es sich um die strengste Art der Gefährdungshaftung im deutschen Privatrecht. Vielen Drohnenpiloten ist das häufig nicht bewusst, dass sie mit ihrer Drohne, und sei sie auch noch so klein, erheblichen Schaden verursachen können, für die sie selbst haften, wenn sie nicht optimal versichert sind.

Die meisten Angebote von Privathaftpflichtversicherern basieren zumeist auf der Verschuldenshaftung. Anders verhält sich, wenn der Pilot eine spezielle Luftfahrthaftpflichtversicherung nach dem deutschen Luftverkehrsgesetz (LuftVG) abgeschlossen hat. Die Luftfahrtversicherung reguliert auch die Schäden, die auf unverschuldeten Ereignissen beruhen, wie z.B. bei einer Windböe, die der Pilot nicht verschuldet hat.

Drohnen optimal versichern.

Wer seine Drohne gegen Personen- und/oder Sachschäden bestmöglich versichern möchte, der schließt eine spezielle Drohnen-Halterhaftpflichtversicherung ab. Sie ist bereits für 67 Euro Jahresbeitrag erhältlich und bietet den kompletten Rundumschutz eines namhaften Luftfahrtversicherers. Jetzt könnten zahlreiche Beispiele angeführt werden, um einen schweren Unfall mit einer „Spielzeugdrohne“ zu konstruieren. Doch darum geht es aber nicht. Viel wichtiger ist es doch, die Drohne mit einem sicheren Gefühl zu fliegen und im Schadenfall optimal abgesichert zu sein.

Wenn Sie sich dennoch überlegen, Ihre Drohne im Rahmen einer Privaten Haftpflichtversicherung zu versichern, empfehlen wir Ihnen, die Leistungen und Prämienbeiträge Ihres Privaten Haftpflichtversicherers mit denen eines Luftfahrtversicherers anhand unserer Checkliste zu vergleichen.

Drohnenregeln / Kennzeichnungspflicht beachten

Wir empfehlen, sich vor dem ersten Start, auch mit einer kleinen Drohne, zuerst mit den gesetzlichen Bestimmungen vertraut zu machen. So unterliegen Drohnen ab 250 Gramm Abfluggewicht bereits der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht und müssen mit einem feuerfesten Schild versehen werden, das den Namen und die Anschrift des Besitzers trägt.

Entscheiden Sie sich am besten von Anfang an für eine Luftfahrthaftpflichtversicherung eines namhaften Luftfahrtversicherers, die den aktuellen Anforderungen des deutschen Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) entspricht. Eine umfassende Übersicht, über alles, was beim Drohnenflug zu beachten ist, finden Sie auf drohnen-versicherung.com.